„Brüderchen, komm tanz mit mir“ – ein bekanntes Kinderlied neu entdecken

Der 29. April ist Welttanztag – ein Tag, der den Tanz als universelle Sprache würdigt und Menschen auf der ganzen Welt verbindet. Passend dazu möchte ich heute ein Lied ins Rampenlicht rücken, das fast jeder kennt: „Brüderchen kommt tanz mit mir“. Dieses Lied eine Einladung zur Verbindung – durch Bewegung, Rhythmus und Berührung. Genau das, wofür Tanz steht.

Ein Lied mit Geschichte

Das Lied stammt aus Thüringen und ist um 1800 entstanden. Der heute bekannte Text wurde von Adelheid Wette verfasst – der Schwester des Komponisten Engelbert Humperdinck. Ihr Bruder schrieb eine neue Melodie und nahm das Lied als Grundlage für ein Duett in seine Märchenoper „Hänsel und Gretel“ auf. Heute gehört das Lied zu den bekanntesten Kinderliedern im deutschsprachigen Raum und wird in Kindergärten und Grundschulen als Bewegungsspiel verwendet.

Spielerisch kommunizieren mit Babyzeichen

Das Lied bietet sich ideal an, um erste Babyzeichen einzuführen oder bereits bekannte Gebärden zu festigen. So wird aus dem bloßen Zuhören ein echter, lebendiger Dialog:

„MEHR“: Wenn das Lied zu Ende ist, mache das Zeichen für „nochmal/mehr“. Dein Kind lernt so schnell, dass es die Interaktion selbst steuern kann.

„TANZEN oder SPIELEN“: Diese beiden Zeichen können schon als Ankündigung genutzt werden und natürlich auch während des Tanzes.

DIE FAMILIE & FREUNDE“: Wer kann neben dem Bruder oder der Schwester noch mittanzen? Sei kreativ und wandle den Text ab! Nutze z.B. die Zeichen für Mama, Papa oder Teddybär. So kann jeder mit dabei sein.

Ukulele-Tipp:

Dieses Lied eignet sich wunderbar, um es mit der Ukulele zu begleiten, denn es kommt mit 2 Akkorden aus. Sehr einfach nutzbar sind z.B. F und C.

Morgengymnastik für die ganze Familie – meine Frühsport-Version

Ich habe das Lied für euch in eine kleine Morgenrunde verwandelt. Perfekt um gemeinsam in den Tag zu starten.

So setzt ihr es um – mit Baby und mit Kleinkind

Mit Baby: Nehmt euer Baby in den Arm oder legt es vor euch. Wiegt euch gern sanft im Rhythmus dies gibt dem Nervensystem des Babys das Signal: Du bist sicher, du bist gehalten. Ein echter Co-Regulations-Moment für euch beide.

Bei jeder Strophe könnt ihr die genannten Körperteile eures Babys sanft berühren oder streicheln. So spürt es seinen eigenen Körper und lernt ihn Stück für Stück mehr kennen.

Mit Kleinkind: Nutzt es gern als gemeinsames Morgenritual zum Wach werden – ein Moment, der Körper und Verbindung gleichermaßen weckt. Wiederholung ist hier meist der Erfolgsschlüssel, und wer mag, erfindet eigene Strophen um das Anziehen zu erleichtern. Die Popo-Wackel-Strophe ist übrigens meistens der Favorit. 😄

Tanzen verbindet – immer und überall

„Brüderchen, komm tanz mit mir“ zeigt, dass Tanzen auch eine intensive Form der Zuwendung ist – eine Sprache, die keine Worte braucht.

Doch Tanzen darf auch mal nur für dich sein. Bei Mawiba stehen Mamas im Mittelpunkt – es ist deine Zeit, um deinen Beckenboden zu stärken, den Kopf auszuschalten und einfach mal wieder im eigenen Körper anzukommen. Das Schöne: Dein Kind profitiert ganz automatisch mit. Ob im Bauch oder in der Trage – dein Rhythmus überträgt sich, wirkt beruhigend und schenkt euch beiden Geborgenheit, während du dir etwas Gutes tust.

Wenn du das live erleben möchtest – am 28. April ist Walpurgis-Mottostunde im Familienzentrum Pauline, am 9. Mai bin ich auf der Babymesse in der Kita Darbone in Niedersedlitz und am 21. Mai gibt es den Ukulele-Workshop, bei dem du Lieder wie dieses ganz einfach selbst begleiten lernst.

Ich freue mich auf dich.

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